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4 Faktoren sind für ein gutes Reinigungsergebnis entscheidend
Was reinige ich womit?
pH-Wert einer wässerigen Lösung
Materialangriff durch die Reinigungsprodukte
Organische und anorganische Stoffe
Dichte einer Flüssigkeit
Viskosität einer Flüssigkeit
Flammpunkt einer brennbaren Flüssigkeit
 

4 Faktoren sind für ein gutes Reinigungsergebnis entscheidend

Chemie, Mechanik, Temperatur und Zeit. Der Faktor Chemie wird durch die Wahl des geeigneten Reinigungsmittels beeinflusst. Für den Erfolg einer Reinigung sind aber auch die Intensität der angewandten Mechanik, die Temperatur der Reinigungslösung und die Einwirkzeit ausschlaggebend.

Was reinige ich womit?

Grundsätzlich sollten Sie sich folgende Regeln einprägen:

Nicht allzu hartnäckige Verschmutzungen können Sie mit einem neutralen Reiniger entfernen (pH-Wert 6 - 8).
Anorganische Verunreinigungen wie Mineralien (z.B. Kalk) und Oxidschichten (z.B. Rost) entfernen Sie mit einem sauren Reiniger (pH-Wert 0 - 6).
Organische Verunreinigungen wie Öl, Fett, Eiweiß und Stärke entfernen Sie am besten mit einem alkalischen Reiniger (pH-Wert 9 - 14).
Eine Reihe von organischen Verunreinigungen wie z.B. Öle und Fette können auch sehr gut mit lösungsmittelhaltigen Reinigern entfernt werden, andere Verunreinigungen wie Farben und Teer sind nur mit Lösemitteln zu beseitigen.

pH-Wert einer wässerigen Lösung

Der pH-Wert ist eine Maßeinheit für die Wasserstoffionen-Konzentration einer wässrigen Lösung. Die pH-Skala reicht von pH 0 - 14.
pH 0 - 6 ist der saure Bereich (0 = stark sauer, 6 = schwach sauer), 
pH 6 - 8 ist der neutrale Bereich (exakt pH 7), 
pH 8 - 14 ist der alkalische Bereich (14 = stark alkalisch, 8 = schwach).

Materialangriff durch die Reinigungsprodukte

Saure Reiniger greifen Kalkstein wie Marmor, Jura, Muschelkalk, Solnhofer Platten, Travertin oder kalkgebundene Sand- und Betonwerksteine an.
Saure und alkalische Reiniger können (müssen aber nicht) Leichtmetalle, Aluminium, Alu-Legierungen, Magnesium, Zinn und Zink, Lacke oder Kunststoffe angreifen. Verträglichkeit vorher an verdeckter Stelle prüfen.
Lösemittelprodukte können Lacke und Kunststoffe angreifen. Auch hier sollte die Verträglichkeit vorher geprüft werden.

Organische und anorganische Stoffe

Die Allchemisten ordneten früher alle aus der lebenden Natur (Pflanze, Mensch und Tier) stammenden Stoffe der organischen Chemie und alle aus der toten Natur (z.B. Erze und Mineralien) der anorganischen Chemie zu. Für den Laien ist das immer noch eine gute Eselsbrücke.
In der modernen Chemie verstehen wir unter organischen Stoffen alle Kohlenstoffverbindungen mit Ausnahme der Kohlensäure und deren Salze (Carbonate), unter anorganischen Stoffen alle Nicht-Kohlenstoff- verbindungen plus Kohlensäure und Carbonate.

Dichte einer Flüssigkeit

Die Dichte (spezifisches Gewicht) gibt das Gewicht einer Flüssigkeit an in Gramm pro cm³ bzw. kg pro Liter.

Viskosität einer Flüssigkeit

Die Viskosität ist eine Maßeinheit für die Dickflüssigkeit eines Produktes, häufig angegeben in Milli Pascal Sekunden (mPa·s). Die Viskosität ist kein Maß für die Qualität eines Produktes. Durch Zusatz von Verdickungsmitteln kann fast jedes Produkt beliebig eingestellt werden. 

Flammpunkt einer brennbaren Flüssigkeit

Mit Ausnahme der halogenierten Kohlenwasserstoffe (CKW und FCKW) sind alle organischen Lösungsmittel brennbar. Die niedrigste Temperatur, bei der das Dampf-Luft-Gemisch über dem Lösungsmittel durch Fremdzündung (z.B. Streichholz, Zigarette) entflammt werden kann, wird als Flammpunkt bezeichnet. 
Die unterschiedlichen Gefahrenklassen brennbarer Flüssigkeiten:
Hochentzündlich = Flammpunkt unter 0 °C 
Leichtentzündlich = Flammpunkt unter 21 °C
Entzündlich = Flammpunkt 21-55 °C
Lösemittel mit Flammpunkt über 55 °C gelten nicht als Gefahrstoff.

 

 

 

 

 

 

Sinner'sche Kreis

 


Organisches
= alkalisch reinigen

Anorganisches
= sauer reinigen

 


pH-Wert

 

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