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Antibakteriell wirkende Reinigungsmittel unerwünscht

Seit Jahren wächst der Markt für antibakterielle Reinigungsmittel; immer mehr Produkte mit bakterizider, antibakterieller oder antimikrobieller Wirkung werden ausgelobt.
Aus Sicht des Umweltbundesamtes ist der Einsatz von antibakteriell wirksamen Stoffen in Wasch- und Reinigungsmitteln unerwünscht, da ein Teil dieser Wirkstoffe unter Umweltaspekten bedenklich ist und bereits im Rahmen internationaler Abkommen zum Schutz der Meere als gefährliche Stoffe identifiziert wurde. Insbesondere biozide Wirkstoffe, die Phenole und Halogene enthalten, können bei entsprechenden Konzentrationen die Arbeit biologischer Kläranlagen beeinträchtigen. Dadurch wird die Reinigungsleistung der Kläranlagen verringert und Schadstoffe gelangen in die Flüsse und Seen. Dort können sie Wasserorganismen schädigen und die Trinkwasseraufbereitung beeinträchtigen.
Nach Ansicht des Umweltbundesamtes, des Bundesinstitutes für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) und des Robert-Koch-Institutes (RKI) sind antibakterielle Reinigungsmittel im Haushalt nicht erforderlich. Die Reinigung mit Wasser, herkömmlichen Fett oder Eiweiß lösenden Mitteln reicht völlig aus, um mögliche Verschmutzungen auf ein gesundheitlich unbedenkliches Niveau zu bringen. Mangelnde Kenntnisse über persönliche Hygiene und den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln sind laut BgVV das Grundproblem im privaten Haushalt und Hauptursache für Lebensmittelinfektionen.

Quelle: Umweltbundesamt
 

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