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Abflussreiniger
Pulverförmige oder flüssige Abflussreiniger auf Basis von Natriumhydroxid lösen Rohrverstopfungen aus Seifen-, Fett- und Haarrückständen aber auch Essensresten. Dabei entwickeln sie zum Teil selbständig Wärme und zusätzliche mechanische Aktivität, um den Auflösungsprozess zu beschleunigen.

Allzweckreiniger
eignen sich zur Beseitigung vieler Verschmutzungen auf allen wischbaren Oberflächen im Haushalt, wie Wandkacheln und Fliesen, Küchenmöbel und Türen, Waschbecken, Badewannen und Fußböden. Die Reinigungswirkung von Allzweckreinigern beruht hauptsächlich auf die enthaltenen Tenside, Komplexbildner und Lösemittel.

Auto-Felgenreiniger
beseitigen die besonders hartnäckigen Rückstände aus Straßenschmutz und Bremsabrieb, ohne die empfindlichen Leichtmetallfelgen anzugreifen.

Auto-Hartwachse
werden nach der Autowäsche auf den Lack aufgetragen und auspoliert. Sie schützen längere Zeit vor Umwelteinflüssen und wirken wasserabweisend. Da sie keine Poliermittel enthalten, werden die flüssigen Hartwachse auf neuen oder grundgereinigten Lacken angewendet.

Auto-Insektenentferner
Für die Entfernung hartnäckiger Fliegen- und Insektenrückstände wurden Spezialreiniger entwickelt, die derartige Verschmutzungen schnell durchdringen und aufweichen. Auch die Verträglichkeit mit Kunststoffen aus Polycarbonat ist gewährleistet.

Auto-Kunststoffreiniger
sind konzentrierte Tensid-Zubereitungen, die eine Entfernung von problematischen Verschmutzungen im Innen- und Außenbereich ermöglichen.

Auto-Kunststoffpflegemittel
sind in flüssiger Form auf Lösemittelbasis oder als Emulsion auf dem Markt. Die Farben der Kunststoffe werden damit aufgefrischt, matte und raue Flächen wieder ansehnlich. Durch die Verhinderung der statischen Aufladung wird die Wiederanschmutzung verlangsamt.

Autolackreiniger
werden für stärker und stark verwitterte Lacke benötigt. Sie enthalten Poliermittel, Emulgatoren und Öle. So werden abgestorbene Lackschichten abgetragen, leichtere Kratzspuren und hartnäckige Verschmutzungen beseitigt. Anschließend muss der grundgereinigte Lack mit Hartwachs konserviert werden, um wieder einen Witterungsschutz herzustellen.

Autopolituren
verbinden die Eigenschaften von Lackreiniger und Hartwachs. Sie eignen sich für neuwertige sowie leicht gealterte Lacke. Durch Polierkörper werden schwache Kratzspuren und verwitterte Lackschichten beseitigt und der Lack gleichzeitig konserviert. Polituren werden als flüssige oder pastöse Emulsionen angeboten.

Auto-Scheibenreiniger
Sind flüssige Tensid-Konzentrate, die den Waschanlagen von Windschutzscheiben und Scheinwerfern zugesetzt werden. Scheibenreiniger werden für die Anwendung im Sommer und mit dem entsprechenden Frostschutz im Winter angeboten. Sie verstärken die Reinigungskraft des Wassers. Im Winter verhindert der Frostschutz das Gefrieren der Reinigungslösung. Seit der Einführung von Scheinwerfergläsern aus Polycarbonat werden nur noch solche Inhaltsstoffe verwendet, die keine Spannungsrisskorrosion hervorrufen.

Autoshampoos
werden für die manuelle Fahrzeugwäsche verwendet oder über eine Waschbürste direkt mit dem Wasser aus dem Schlauch auf den Lack gebracht. Festsitzender Schmutz wird so gelöst, ohne die Hartwachs- Schutzschicht anzugreifen.

Backofen- und Grillreiniger
Eingebrannte Rückstände vom Braten, Backen und Grillen sind besonders schwierig zu entfernen. Die Spezialreiniger lösen Verkrustungen von Backöfen, Grillrosten, Töpfen und Auffangblechen. Sie werden vornehmlich in Sprayform angeboten, da dadurch auch unzugängliche Stellen leicht erreicht werden können. Backofen- und Grillreinigungsmittel sind meist alkalische Produkte. Sie enthalten neben Tensiden stark alkalisch reagierende Substanzen und wasserlösliche Lösemittel.

Bad- und Wannenreiniger
Die Entfernung von Kalk, Fettschmutz oder Kalkseifenreste bereitet kein großes Problem. Die verwendeten Materialien wie spannungsrissempfindliche Kunststoffe (Acrylglas und Polycarbonat), Email und Chromflächen stellen jedoch hohe Ansprüche an die Reiniger. Ideal sind gebrauchsfertige, selbsttätig wirkende Schaumreiniger, die flächig aufgesprüht und anschließend mit Wasser abgespült werden. Aber auch die mit Wasser verdünnt anzuwendenden Konzentrate sind gut geeignet.

Bodenreiniger
Wir kennen heute Hartböden aus Natur- und Kunststein, Keramikfliesen, Parkett und Laminat. Darüber hinaus gibt es elastische Bodenbeläge aus Linoleum, Kork, Kunststoff und Gummi. Mit Ausnahme von Holz und Laminat sind die meisten Hartböden unempfindlich.
Versiegelte Holz- und Laminatböden sind weitgehend geschützt und somit einfach und mühelos in der Reinigung und Pflege. Diese Beläge sollen nur nebelfeucht, niemals nass gewischt werden. Zum dauerhaften Schutz der Versiegelung und gegebenenfalls zur Rutschhemmung sollte der Boden mit einem Wischpflegemittel gereinigt werden. Grundreinigungen mit stark alkalischen Produkten sollten vermieden werden. 
Unversiegelte Holzböden sind anspruchsvoller, da sie sehr empfindlich auf Wasser und Laugen reagieren. Es besteht die Gefahr der Holzquellung bzw. Vergrauung des Holzes. Zum Schutz gegen äußere Einflüsse kann das unversiegelte Holz fachmännisch geölt oder mittels Pflegewachs ein Schutzfilm aufgetragen werden.
Linoleum ist besonders gegenüber Laugen empfindlich. Es kann sich durch die alkalischen Wirkstoffe braun verfärben. Da in Linoleum organische Bestandteile (Kork- und Holzmehl) enthalten sind, besteht durch Wassereinwirkung die Gefahr der Aufquellung. Daher sollte mittels Pflegeemulsion ein Schutzfilm aufgetragen werden. Zur Grundreinigung dürfen nur spezielle Linoleumgrundreiniger verwandt werden. Zur Unterhaltsreinigung eignen sich spezielle Wischpflegemittel.
Gummiböden können durch den Einsatz von Säuren, Laugen, Fetten und Lösemitteln geschädigt werden. Einige Beläge können bei Alterung und falscher Pflege zur Versprödung neigen. Zur Reinigung sollten nur für Gummi geeignete Wischpflegemittel verwendet werden.
Beläge aus Kunststoff (z.B. PVC) sind sehr pflegeleicht. Jedoch können bestimmte Verschmutzungen (z.B. Schuhcreme, Kugelschreiberfarbe) in den Belag eindringen und Flecken bilden. Bohnerwachse lösen Kunststoffbeläge an. Vorsicht ist auch bei der Benutzung von Sanitärreinigern und Kalklösern bei PVC-Böden geboten. Die säurehaltigen Reiniger können Flecken hinterlassen. Auch hier schützt ein Pflegefilm.
Zur Reinigung und Pflege von Natur- und Kunststein siehe Steinpflegemittel.

Bohnerwachse
sorgen für einen Schutzfilm auf lösemittelbeständigen Hartböden. Um den Boden zum Glänzen zu bringen, muss die Fläche jedoch anschließend poliert werden.

Desinfektionsreiniger
werden zur Beseitigung von krankheiterregenden Mikroorganismen (Bakterien, Hefen, Pilze und Viren) verwendet. Zur Entfernung der normalen Verschmutzungen in Bad, WC oder Küche ist eine Desinfektion nicht notwendig. Eingesetzt werden diese in Räumen mit besonderem Risikopotenzial, z.B. in Schwimmbädern oder Saunen.

Edelstahlreiniger
Für hartnäckige und verkrustete Verschmutzungen auf Edelstahl, sollten spezielle Edelstahlreiniger verwendet werden, da diese nicht nur Verfärbungen, sondern auch Kalk mühelos beseitigen. Die Produkte eignen sich für praktisch jeden Gegenstand aus Edelstahl: Herdmulden, Abdeckplatten, Elektrogeräte, Töpfe, Pfannen, Serviergeschirr, Besteck oder Gleitflächen von Bügeleisen. Bei Reinigern für hochglänzenden Edelstahl handelt es sich um wässrige, polierkörperhaltige Produkte, die sauer eingestellt sind. Sie können als Lösemittel aliphatische Kohlenwasserstoffe enthalten und dienen der Entfernung von fetthaltigen Verschmutzungen und Kalkablagerungen. Selbst starke Verschmutzungen wie angebrannte Speisereste lassen sich beseitigen, ohne die empfindlichen Oberflächen anzugreifen. Die Reiniger enthalten Pflegekomponenten, die eine Schutzschicht ausbilden und dadurch das Wiederanlaufen verhindern. Bei regelmäßiger Anwendung bleibt der Glanz das ursprüngliches Aussehen lange Zeit erhalten. Für Oberflächen aus gebürstetem oder mattiertem Edelstahl, wie sie häufig bei Dunstabzugshauben, Küchenblenden oder Kühlschränken zu finden sind, gibt es speziell entwickelte Edelstahl- reinigungsmittel, die keine Polierkörper enthalten.

Entkalker
In Heißwassergeräten, Kochtöpfen und Kaffeemaschinen baut sich im Laufe der Zeit eine Kalkschicht auf. Diese führt zu höherem Energieverbrauch und zu vorzeitigem Verschleiß. Bei Kaffeemaschinen beeinträchtigt sie zusätzlich den Geschmack des Kaffees. Entkalker auf der Basis anorganischer und organischer Säuren entfernen die Kalkablagerung. Inhibitoren sorgen gleichzeitig für größtmögliche Materialschonung. Entkalker werden in fester und flüssiger Form angeboten.

Fleckentferner
Fleckensalze werden zusätzlich zu einem Waschpulver eingesetzt und verstärken dessen Waschkraft. Sie sind einfach anzuwenden, entflecken, entgilben, frischen Farben auf und entfernen Grauschleier. Bei der Anwendung in der Waschmaschine können viele Wäschestücke gleichzeitig entfleckt werden.
Universalfleckenmittel sind als Fleckenwässer, Fleckenpasten und Gallseifen erhältlich und lassen sich gezielt am Fleck anwenden. Mit einem einzigen Mittel können unterschiedliche Flecken entfernt werden. Kehrseite ist, dass diese Fleckentferner aufgrund ihrer Universalformel nicht immer voll wirksam sind. Sie eignen sich auch nicht für alle Gewebe; eine Randbildung lässt sich nicht immer vermeiden.
Spezialfleckenmittel sind unterschiedlich zusammengesetzte Spezial- produkte, die jeweils nur für eine bestimmte Fleckart oder eine Flecken- gruppe (z.B. eiweißhaltige oder fetthaltige Flecken) gedacht sind. Mit ihnen können fast alle Flecken, die im Haushalt vorkommen, gezielt entfernt werden. Bei richtiger Anwendung entstehen keine Ränder. Spezial- fleckenmittel sind bei fast allen waschbaren und nicht waschbaren Textilien anwendbar, da das Textil nach der Anwendung nicht gewaschen werden muss.

Glaskeramikpflege
Die absolut glatten und porenfreien Kochflächen aus Glaskeramik lassen sich mit  speziellen Pflegemitteln auf Basis von Tensiden und milden Polierkörpern leicht säubern. Einige Pflegemittel bieten darüber hinaus mit Hilfe von z.B. Silikonöl den notwendigen schmutzabweisenden Film, der auch eventuellen Oberflächenschäden durch übergekochte, insbesondere zuckerhaltige Speisen vorbeugt. So wird der ursprüngliche Glanz bewahrt und das Kochfeld bleibt lange Zeit schön.

Glasreiniger
Eine schlieren- und streifenfreie Reinigung von Fenstern, Spiegeln und Glastüren bei geringem Aufwand ermöglichen spezielle Glasreiniger. Sie enthalten Alkohole, Tenside und zum Teil auch Alkalien.

Grundreiniger
Alte Pflegemittelrückstände sowie hartnäckiger Schmutz, der sich mit anderen Mitteln nicht beseitigen lässt, werden mit einem alkalischen Grundreiniger in höheren Konzentrationen entfernt. Diese Reiniger enthalten als wirksamen Bestandteil meist wasserlösliche Lösemittel (Glykolether).

Hochdruckreiniger
Reinigungsmittel für die Anwendung mit dem Hochdruckreinigungsgerät.

Lederimprägnierung
Vor dem ersten Tragen von Lederschuhen aber insbesondere Lederkleidung sollte eine Imprägnierung erfolgen, die das Leder vor Feuchtigkeit und Nässe schützt und Verschmutzungen vorbeugt. Dieser Zweck wird durch Einsprühen mit Imprägniersprays oder das Auftragen flüssiger Imprägniermittel erreicht. Bei den Sprays werden heute ausschließlich Treibgase wie Propan/Butan oder Druckluft verwendet. Eine weite Verbreitung haben auch die Pumpzerstäuber. Je nach Belastung muss die Imprägnierung von Zeit zu Zeit wiederholt werden, vor allem nach jeder Reinigung.

Lederpflegemittel
Über 200 verschiedene Lederarten sind heute bekannt. Man unterteilt sie in Glattleder (z.B. Nappaleder) und Rauleder. Bei Rauleder unterscheidet man zwischen Velours- bzw. Wildleder, das die angeschliffene Innenseite des Leders zeigt, und Nubukleder, das durch das Anschleifen der Narben- oder Haarseite des Leders entsteht. Die vordringlichsten Aufgaben der Lederpflege sind der Schutz vor Nässe und die Erhaltung der Flexibilität. Nur bei regelmäßiger Pflege mittels fett- oder wachshaltigen Produkten bleibt das Leder schön und bewahrt für lange Zeit Form und Schutzfunktion. Je nach Art des Leders und nach Produkt ist aber die Verwendung des richtigen Pflegemittels sowie dessen bestimmungsgemäße Anwendung zu beachten. Zur Pflege von Kleidung aus Glattleder, z.B. Nappa, eignen sich Leder- Schaumreiniger. Nach dem Trocknen wird eine farblose Emulsionscreme dünn aufgetragen. Dabei handelt es sich um Öl-in-Wasser-Emulsionen, deren pflegende Bestandteile speziell auf Bekleidungsleder abgestimmt sind. Kleidung aus Rauleder sollte regelmäßig mit einer Kreppbürste oder speziellen Gummiblöcken aufgeraut werden. Siehe Lederimprägnierung, Schuhpflegemittel und Pflegemittel für Ledermöbel.

Metallputzmittel
Metallputzmittel entfernen Verfärbungen und Anlaufspuren von Kupfer, Messing, Bronze, Silber und Zinn, geben den Gegenständen Oberflächenglanz und verzögern das Wiederanlaufen. Alle Metallpolituren, die sich auch zur Reinigung von Chromteilen eignen, enthalten wasserunlösliche Polierkörper, deren Korngröße jedoch feiner ist als die von den Schleifstoffen (Abrasivstoffen) in Scheuermitteln; so werden Kratzer vermieden. Sie sind meist lösemittelfrei und alkalisch eingestellt. Dadurch können die Anlaufspuren entfernt werden, die durch Reaktion der Metalloberflächen mit Sauerstoff aus der Luft entstehen und die Hauptverschmutzungsart darstellen. Für Silbergegenstände und -bestecke bevorzugt man Silberputzmittel, ggf. auch ein Silbertauchbad, das jedoch nicht für Besteck mit geschwärzten Verzierungen verwendet werden darf.

Möbelpflegemittel
Holz arbeitet und braucht daher Pflege und Schutz. Nur durch Möbelpflege wird die Oberfläche elastisch und widerstandsfähig gehalten, vor Gebrauchsspuren und Flecken geschützt und die Farben aufgefrischt. Regelmäßig gepflegte Möbeloberflächen sind wasserabstoßend und fleckabweisend. Leichte Beschädigungen der Oberfläche können mit Möbelpolitur überdeckt werden. Bei Wasserrändern oder anderen Flecken schafft eine möglichst rasche Behandlung die beste Voraussetzung, dass der Fleck nicht zurück bleibt. In der Regel sollten alle Produkte vorher an einer unauffälligen Stelle getestet werden.
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl verschiedener Möbelpflegemittel, die unter anderem aus Wachsen, Ölen, Silikonen und reinigenden Substanzen bestehen. Ebenso gibt es Produkte, die speziell zur Beseitigung von Kratzern und zum Nachfärben besonders beanspruchter Möbel entwickelt wurden. Mit diesen Pflegemitteln auf Basis mineralischer und pflanzlicher Öle können in manchen Fällen teure Aufarbeitungen vermieden werden.
Für Möbelstücke mit gewachster Oberfläche als auch offenporige, d.h. nicht oberflächenbehandelte Möbel, gilt die Empfehlung, wachshaltige Produkte zu benutzen. Diese enthalten meist natürliches Bienen- oder Carnaubawachs. Einige Hölzer bedürfen einer zusätzlichen Sonderbehandlung. So sollte z.B. Teakholz zweimal pro Jahr mit einem Spezialprodukt geölt werden. Für die laufende Unterhaltsreinigung empfiehlt sich dann wieder ein Universal- pflegemittel.
Neben den Holz-Oberflächen kennt man die kunststoffbeschichteten Oberflächen. Für diese Möbel eignen sich Möbelpflegemittel nicht. Kunststoffmöbel sind in der Regel problemlos mit Kunststoffreinigern zu pflegen, die meist aus Tensiden und Wasser bestehen. Weil Kunststoffe dazu neigen, sich elektrostatisch aufzuladen und dadurch Schmutzpartikel anziehen und festhalten, gibt es spezielle Kunststoff-Pflegemittel, denen antistatische Wirkstoffe zugesetzt sind. Diese Produkte enthalten oft Alkohol. Auch Kunststoffbezüge auf Sitzmöbeln lassen sich damit reinigen.

Neutralreiniger
sind pH-neutrale, besonders materialschonende Allzweckreiniger.

Pflegemittel für Ledermöbel
Ledermöbel müssen anders gepflegt werden als Schuhe oder Kleidung aus Leder. Aber auch hier gilt, dass die richtige Pflege von der Lederart vorgegeben wird. Ledermöbel aus Glattleder behandelt man ein- bis zweimal im Jahr mit speziellen Schaumprodukten, die leichten und angetrockneten Schmutz lösen. Emulsionscremes oder Lotionen sorgen anschließend dafür, dass das Leder geschmeidig bleibt. Stehen die Möbel in der Nähe einer Heizung oder sind sie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, empfiehlt es sich, diese Behandlung häufiger durchzuführen. Stark beanspruchte Rauledermöbel sollte man gelegentlich mit einer großflächigen Kreppbürste aufrauen, vor allen Dingen die Sitzflächen. Fest sitzender Schmutz auf glatten Möbelledern lässt sich mit einem Schaumreiniger entfernen. Diese Produkte verfügen über rückfettende Eigenschaften und verstärken den Schutz vor Nässe und Verschmutzungen. Nach einer großflächigen Reinigung können die Möbel mit einem entsprechenden Pflegemittel nachbehandelt werden.

Polsterreiniger
Stoffpolster sind schnell und ohne großen Aufwand mit Polstershampoos oder speziell entwickelten Polsterreinigern zu säubern. Die Reinigungslösung oder der Schaum löst den Schmutz von den Fasern ab, hüllt die Schmutzpartikel ein und schützt gleichzeitig vor schneller Wiederanschmutzung.

Sanitärreiniger
Der Sanitärbereich wurde in den letzten Jahren immer moderner und eleganter; edle und pflegeleichte Materialien haben Einzug gehalten. Doch nicht jeder Reiniger eignet sich für jeden Bereich im Bad; falsche Anwendung kann sogar zu Schäden führen.
Siehe Bad- und Wannenreiniger sowie WC-Reiniger.

Scheuermittel
Für hartnäckige und verkrustete Verschmutzungen, die einen größeren Kraftaufwand erfordern, ist ein Scheuermittel zu empfehlen. Feine Schleifpartikel (Abrasiva) verstärken die mechanische Bearbeitung, sind aber in ihrer Körnung und Härte so eingestellt, dass eine weitgehende Schonung der behandelten Oberflächen gewährleistet bleibt. Scheuermilch-Produkte wirken aufgrund ihrer weicheren Putzkörper besonders mild und finden Anwendung bei Glaskeramik, Email, Badewannen, Waschbecken, Edelstahltöpfen, Pfannen usw.

Schuhpflegemittel
Lederschuhe werden aus den vielfältigsten Lederarten hergestellt. Für schwere Leder (z.B. Arbeitsschuhe und Bergstiefel) werden Lederöle und Lederfette eingesetzt. Die herkömmliche Schuhcreme aus der Dose eignet sich nur für die Pflege gut gedeckter Glattleder. Feine modische Leder würden damit verflecken. Zur Pflege von Glattleder werden Schuh- pflegemittel in Form von Tubencremes oder Lotionen angeboten. In diesen Produkten sind Wachse, Öle und Imprägniermittel in Wasser emulgiert, die erst mit Verdunsten des Wasseranteils gleichmäßig ins Leder einziehen und so eine Verfleckung verhindern. 
Zur Pflege aller Glattleder eignen sich auch selbstglänzende Schuhpflege- mittel. Die flüssigen oder gelartigen Emulsionen werden mit Hilfe eines Schwammaufträgers verteilt und bilden nach dem Trocknen elastische, dünne und selbstglänzende Filme. Sie enthalten pflegende Bestandteile wie Wachse oder Lanolin.
Für Spezialleder sollte keine normale Schuhcreme verwendet werden. Rauleder sind ein typisches Beispiel für eine empfindliche Oberfläche. Sie müssen einerseits aufgrund ihrer völlig offenen Poren besonders nachhaltig imprägniert werden, andererseits darf der Flor nicht durch Wachse oder Fette verkleben. Dieses Problem lösen Imprägniersprays am besten, da sie die Wirkstoffe fein verteilt und gleichmäßig aufbringen und ins Leder eindringen lassen. Dabei werden die Lederfasern von den Imprägnier- chemikalien, z.B. Silikonölen und Fluorcarbonharzen, umhüllt. Die Atmungs- aktivität bleibt erhalten. Um gleichzeitig eine Farbauffrischung zu erzielen, sind Rauledersprays auch in den gängigen Farbtönen erhältlich. 
Steigender Beliebtheit erfreuen sich die flüssigen Velourspflegemittel. Sie enthalten die gleichen Rohstoffe wie Imprägniersprays, allerdings in emulgierter Form, um auch hier ein gleichmäßiges Auftragen zu ermöglichen. Für alle Rauleder gilt, dass sie vor und nach dem Auftragen von Pflegemitteln gründlich aufgeraut werden müssen. 
Schuhe aus synthetischen Materialien können wie die entsprechenden Lederoberflächen behandelt werden. Für textile Obermaterialien und Schuhe aus Materialkombinationen ist die Grundimprägnierung besonders wichtig, um die Verschmutzung so weit wie möglich zu verhindern. Damit vermeidet man, dass die Oberflächen oft gereinigt werden müssen, denn das Material leidet unter jeder Reinigungsoperation, nach der es wieder imprägniert werden muss.

Seifenreiniger
Flüssige, mild alkalische Seifenreiniger werden praktisch nur bei der Bodenreinigung eingesetzt. Sie lösen Fettschmutz und hinterlassen bei regelmäßiger Anwendung einen leichten, seidenmatten und polierbaren Schutzfilm.

Selbstglanzemulsionen
Als Alternative zum Bohnerwachs eroberten Selbstglanzemulsionen den Markt. Diese erfüllen nicht nur den Anspruch der Materialverträglichkeit, sondern bringen auch eine enorme Arbeitserleichterung mit sich, da sie den Boden durch eine aufgebrachte Schutzschicht ohne Polieren zum Glänzen bringen. Sie sind dauerhaft, trittelastisch, strapazierfähig und vergilben nicht. Der Verbraucher hat die Wahl zwischen einem glänzenden oder seidenmatten Pflegefilm.

Silberreiniger
Siehe Metallputzmittel.

Sprühextraktionsreiniger
Zur Teppichgrundreinigung, die alle ein bis zwei Jahre erfolgen sollte, kommt die Sprühextraktion zum Einsatz. Mit dem Sprühsauger wird eine Reinigungslösung mit Druck in den Flor des Teppichbodens gesprüht und in einem Arbeitsgang wieder abgesaugt. Verschmutzungen und Flecken werden dabei gelöst und ausgespült; der Flor richtet sich wieder auf. Der Teppichboden bekommt seine flauschigen Eigenschaften wieder und wird hygienisch sauber. Diese Methode eignet sich für mittlere und große Flächen mit normaler bis sehr starker Verschmutzung. Das Sprühextraktions- verfahren findet besonders auch bei empfindlichen Fasern wie Feinvelours oder Wollqualitäten Anwendung, da im Gegensatz zur Pulverreinigung oder Shampoonierung auf den Einsatz von Bürsten verzichtet werden kann. Im Vergleich zur Pulverreinigung führt die starke Durchfeuchtung des Teppichmaterials allerdings zu einer längeren Trocknungszeit von acht bis zwölf Stunden.

Steinpflegemittel
Natursteinböden brauchen besondere Pflege, denn einige Steinarten sind gegenüber Chemikalien empfindlich. So sollten bei geschliffenen und polierten Steinflächen keine säurehaltigen oder hochalkalischen Reinigungsmittel benutzt werden, da der Belag stumpf werden kann. Das betrifft besonders Marmor, aber auch Terrazzoböden.
Am besten eignet sich zur Reinigung aller offenporigen Steinböden ein spezielles Steinpflegemittel. Es bildet je nach Zusammensetzung einen seidenmatten oder glänzenden, strapazierbaren Pflegefilm. Da Stein- pflegemittel eine wasserabweisende Wirkung haben, bieten sie im Freien, z.B. auf Terrassen-Steinböden, einen wirksamen Wetterschutz und bewahren die Böden so vor Verwitterung.
Weitgehend unempfindlich gegenüber mechanischen Beanspruchungen sind glasierte Kunststeinböden. Im Allgemeinen reicht Nass- bzw. Feuchtwischen zur Reinigung aus. Werden saure oder alkalische Produkte eingesetzt, so empfiehlt sich eine vorherige Verträglichkeitsprüfung, da einige Glasuren matt werden können.
Unglasierte Keramikbeläge sind dagegen, besonders wenn sie eine grobporige Oberfläche haben, empfindlich gegenüber Schmutz, Fett und Öl. Dem wird mit einer schmutzabweisenden Imprägnierung durch ein Steinpflegemittel abgeholfen.

Teppichreiniger
Teppiche werden aus synthetischen Fasern wie Polyamid, Polyacryl, Polyester, Polypropylen oder aus Naturfasern wie Wolle, Seide, Baumwolle, Kokos oder Sisal hergestellt. Textile Bodenbeläge sollten regelmäßig mit dem Staubsauger von losem Staub und Schmutz befreit werden. Bei Teppichböden mit niedrigem Flor (Auslegware) hat sich der Einsatz eines Bürstsaugers, bei hohem Flor eine glatte Düse bewährt. Leichte Verschmutzungen und Laufstraßen können durch Teppichshampoos mit Hilfe von Teppichbürste oder Shampooniergeräten beseitigt werden bei gleichzeitiger Schonung der Fasern und Farben.
Bekannt sind auch Teppichreinigungspulver, die auf den verschmutzten Bereich aufgestreut und mit einer Bürste oder Bürstenwalzmaschine einmassiert werden. Es wirkt bei normalen bis stärkeren Verunreinigungen schmutzlösend und -bindend. Diese Feuchtpulver bestehen aus natürlichem oder synthetischem pulverförmigen, saugfähigen Trägermaterial. Mit der im Pulver gespeicherten Reinigungsflüssigkeit wird der Schmutz aus den Fasern gelöst und an das Pulver gebunden. Nach kurzer Trocknungszeit lässt sich das Pulver zusammen mit dem gelösten Schmutz rückstandslos absaugen. Teppichreinigungspulver ist leicht und schnell anwendbar, dabei gewebe- und farbschonend und eignet sich insbesondere für feuchtigkeits- empfindliche Teppichböden.

Waschmittel
Vollwaschmittel sind bei allen Waschtemperaturen verwendbar. Pulverförmige Vollwaschmittel enthalten üblicherweise Bleichmittel. Die Stärken liegen bei höheren Waschtemperaturen sowie bei weißen und schwach gefärbten Textilien. Auf Grund der hohen Alkalität sind pulver- förmige Vollwaschmittel nicht für pH-empfindliche Textilien, z.B. Wolle oder Seide geeignet. Flüssige Vollwaschmittel enthalten keine Bleichmittel. Die Stärken der flüssigen Produkte liegen beim Waschen von synthetischen Fasern und fetthaltigen Anschmutzungen im Temperaturbereich unterhalb 60°C.
Color-Waschmittel kommen bevorzugt zum Waschen farbiger Textilien zum Einsatz. Das Fehlen von Bleichmitteln und optischen Aufhellern vermeidet Farbveränderungen. Ein Verfärbungsinhibitor soll verhindern, dass abgelöste Farbstoffteilchen auf die Begleitwäsche übertragen werden.
Spezialwaschmittel wurden für die Waschbelange empfindlicher Textilien entwickelt. Sie werden als Fein- und Buntwaschmittel, Woll-, Gardinen- und Handwaschmittel angeboten und sind für den Einsatz bei niedrigen Waschtemperaturen konzipiert.
Fein- und Buntwaschmittel enthalten im allgemeinen keine Bleichmittel und keine optischen Aufheller. Der Gehalt an Alkalien ist gegenüber den Vollwaschmitteln deutlich geringer, trotzdem kann der pH-Wert einiger Feinwaschmittel über 10 und damit im alkalischen Bereich liegen.
Wollwaschmittel sind immer pH-neutral eingestellt und entfalten bei 30°C ihre volle Reinigungskraft. Sie sind ähnlich wie Feinwaschmittel aufgebaut, enthalten aber keine Enzyme.
Gardinenwaschmittel sind alkalisch eingestellt. Sie enthalten sehr wirksame Vergrauungsinhibitoren, oft auch Bleichmittel und optische Aufheller.
Handwaschmittel sind für die Zwischendurchwäsche entwickelt worden. Sie enthalten einen hohen Tensidanteil und oft auch Enzyme. Für die Waschmaschine sind sie auf Grund einer starken Schaumbildung meist ungeeignet.

WC-Reiniger
Zur intensiven Reinigung des WC-Beckens stehen pulverförmige und flüssige WC-Reiniger sowie WC-Tabs zur Verfügung. Sie lösen hartnäckige Verschmutzungen und Ablagerungen, wie Kalk und Urinstein. Unangenehmen Gerüchen wird nachhaltig vorgebeugt. WC-Reiniger sind in der Regel sauer eingestellt, um eine optimale Reinigungswirkung zu erzielen. Flüssige WC-Reiniger sind häufig viskos und haften so lange an den senkrechten Flächen, bis alle Verschmutzungen beseitigt sind.
Aufgrund chemischer Reaktionen unter Entwicklung giftiger Chlorgase, dürfen saure WC-Reiniger nicht zusammen mit hypochlorithaltigen Produkten angewendet werden.

WC-Steine
Reinigungswürfel für das WC-Becken bzw. Automaten für den Wasserkasten geben beim Spülen waschaktive Substanzen an das Spülwasser ab. Das Ansetzen von Verschmutzungen und Kalk wird so verhindert.
Desweiteren gibt es Reinigungs- und Duftspüler in fester oder flüssiger Form sowie als Gel. Diese Produkte werden aus einem speziellen Behälter, der im Innern des WC-Beckens platziert wird, dosiert. Sie entfalten automatisch ihre an einer leichten Schaumentwicklung sichtbare Aktivität und einen angenehmen Duft.

Wischpflegemittel
reinigen und pflegen in einem Arbeitsgang. Sie werden einfach ins Wischwasser gegeben und hinterlassen nach dem Auftragen einen selbstglänzenden, strapazierfähigen Pflegefilm. Dieser polierbare Pflegefilm schützt den Boden vor rascher Wiederanschmutzung. Der Boden behält sein gepflegtes Aussehen und wird zusätzlich bei starker Beanspruchung geschützt. Wischpflegemittel können dem Boden je nach Rezeptur ein seidenmattes bis hochglänzendes Aussehen verleihen.

 



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